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History: Von DOS bis Windows


Angefangen hat alles mit der Gründung der Firma Microsoft durch Paul Allen und Bill Gates, besser der Umwandlung ihrer vorhandenen Firma Traf-O-Data (entwickelte Basic) am 04.04.1975 in Microsoft (MS).
Am Anfang dieses Imperiums stand DOS = Disk Operating System; ins deutsche übersetzt = Betriebssystem.
Als Microsoft sein MS-DOS entwickelte, dass sich auch durchsetzte, wurde das vorhandene Pendant von IBM in DR-DOS (DR = Digital Research) umbenannt. Das letzte MS-DOS (1993) hat die Version 6.22. Der Support wurde von Microsoft am 31.12.2001 eingestellt, das Lebensende von DOS hat Microsoft auf den 31.12.2002 festgelegt, genauso natürlich auch für Windows 3.1x und auch Windows 95. Beachten Sie deshalb, dass Microsoft "Tote" kaum noch erwähnt und Sie meist im Unklaren lässt, welches Produkt noch unter 95 läuft und welches nicht mehr. Probieren Sie im Zweifelsfall einfach.

Microsoft ergänzte dann zunächst im November 1985 das vorhandene Betriebssystem DOS durch eine grafische Oberfläche: Windows (1.0).
Die ersten Windowsausgaben bis hin zur Version 2.1 1988 waren tatsächlich im Wesentlichen auch nur benutzerfreundliche Oberflächen für das Betriebssystem MS-DOS zur Vermeidung der lästigen Befehlseingabe mit der Hand gedacht; erst mit der Version 3.0 im Juni 1990 bzw. 3.1 1992 näherte sich Windows einem mehr eigenständigeren Betriebssystem, allerdings auf DOS-Basis, Windows konnte jetzt bereits RAM belegen und hatte eine Auslagerungsdatei (Swap).
 
Erst mit Windows 95 (Version 4.0) mutierte Windows zum wirklich eigenen Betriebssystem, allerdings immer noch stark auf DOS (in dieser Verbindung als Version 7) basierend. Auf 95 folgten die Versionen A, B und C (s. auch den Vergleich zwischen allen Versionen hinsichtlich einiger ausgewählter Parameter).

Mit der Version 95 B (OSR 2, OEM 4.00.950 B) gelang Microsoft ein neuer Quantensprung: Die Unterstützung von 32-bit (binary digit). Die Dateibelegungstabelle für das Datenträgerformat FAT 32 löste das bis dato gebrauchte FAT 16 ab. Windows 98 (Version 4.10.1998), 98 SE (Second Edition = Zweite Ausgabe, Version 4.10.2222 A) und ME (Millennium Edition = Jahrtausend-Ausgabe, Version 4.90.3000) waren weitere Verbesserungen dieses Systems, das DOS-Verzeichnis selbst wurde weggelassen, obwohl die wesentlichen DOS-Befehle noch vorhanden sind. Und in ME vermisst man bereits die Möglichkeit, ein DOS-Eingabefenster zu öffnen (kann nachinstalliert CD werden).

Parallel zu dieser Reihe wurde Windows für Workgroups (WfW 3.11) entwickelt. Die darauf aufbauende NT-Technologie hat allerdings mit Windows eigentlich nichts mehr zu tun, sie basiert auf dem Betriebssystem VMS (Open Virtual Memory System) von DEC (Digital Equipment Corporation, später in Compaq aufgegangen und gehört jetzt Hewlett Packard); ein abgeworbener Mitarbeiter von DEC wechselte zu Microsoft! Nun entstanden mit NT 3.5 (1995), NT 4.0 (1996) und zahlreichen Servicepacks (bis 6 a) sowie dem späteren NT 5.0 (im Jahre 2000), genannt Windows 2000, Server-Versionen für Netzwerke und deren Workstations. Sie sind aber auch isoliert als Desktop-Computer einsetzbar, hier mit Vorteilen (sehr stabile Systeme) und Nachteilen (eine Reihe von Programmen laufen unter diesen Versionen nicht und sie sind deshalb nicht so anwenderfreundlich).

Während für die Entwicklung von Windows 95 (optisch bessere Oberfläche, aber eigentlich Windows 3.1) noch klare Vorgaben von Bill Gates fehlten, waren diese nun vorhanden. NT erhielt zuerst die graphische Oberfläche von 9x und 9x das astreine 32-bit-System von NT und NT wieder die Grafikfähigkeit von 9x. Die spätere "Wiedervereinigung" war damit fest im Visier.
Windows XP (2002) vereint die Vorteile beider Systeme denn auch und stellt deshalb einen weiteren Quantensprung in der Windows-Ära dar. XP (NT 5.1) verzichtet der Vorgabe entsprechend fast weitgehend auf DOS und löst alle bisherigen Systeme ab - allerdings ist Windows 2000 derzeit noch problemlos zu erwerben. Den Support erhält Microsoft aber nur noch teilweise aufrecht.
Seit November 2006 (für Firmen) bzw. Februar 2007 (für alle) liefert Windows sein neuestes Betriebssystem Vista (NT 6.0) aus, dass XP ablöst:

Windows Vista

Wie erkennt man die einzelnen Versionen von Windows 95?
Auf der Installations-CD findet sich direkt neben der "setup.exe" eine "setup.txt" (mit Notepad öffnen), die alle Informationen enthält. Entscheidend ist eigentlich nur, ob man bereits eine Version ab 95 B hat. Diese wurde etwa im August 1996 (Datum der Daten auf der Installations-CD) herausgegeben. Microsoft bezeichnet Windows 95 als Version 4.x (nach 3.x, wie Windows 3.11). Und die Version B ist build 950, deshalb 4.00.950 B. Allerdings gibt es auch für Windows 95 zahlreiche Updates und Servicepacks w. Beachten Sie aber, dass der neueste Internetexplorer 6.0 Servicepack 1 CD Windows 95 nicht mehr unterstützt, die letzte Version, die benutzt werden kann ist 5.5 mit Servicepack 2 CD.

Der Vorteil von 98 ff besteht im Wesentlichen darin, dass die Treiberdatenbank sehr groß ist und Installationen der Hardware dank Plug & Play wesentlich einfacher sind; Microsoft selbst stuft 98 lediglich als Update (jetzt Version 4.10.x) für 95 ein. Aber: Während 95 noch mit einem RAM von 8 MByte auskam, erwartet 98 bereits mindestens 16 und ME sogar 32, also deutlich höhere Hardwarevoraussetzungen, die insbesondere ältere Rechner nicht mehr erfüllen. Zum Vergleich: NT 4.0 erwartet 16 (empfohlen 64 und Pentium), 2000 bereits 32 (128 und Pentium II) und XP gar 64 (258 und Pentium II) MByte!

Es bleibt als weiteres Fazit: Windows 95 B bleibt das schnellste Windows, allerdings sollte man beim RAM nicht sparen. Ein Update von 95 auf 98 macht deshalb ebensowenig Sinn, wie von 98 auf die Folgeversionen. Wer noch nicht 98SE hat, kann 98 updaten CD. Wozu Microsoft noch eine Millennium-Ausgabe herausgegeben hat, wird das Geheimnis von Bill Gates bleiben, ein "Jahrtausendereignis" war es sicher nicht, eher eine "Dritte Ausgabe" von 98. Neu in Bezug auf 98SE ist die automatische Systemwiederherstellung und die Assistenten wohin man blickt (dafür läuft einige Software nicht mehr: Norton Utilities 2000, aber auch das Service Pack für Office 97); Me hat Internet-Brett-Spiele, die man sich aber für 98/98SE auch aus dem Netz herunterladen kann.

Also: Wenn, dann Neuinstallation eines höheren Systems.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, auf Vista umzusteigen, sollte vorher prüfen, ob die Programme, mit denen er jetzt arbeitet, auch unterstützt werden, dies ist keinesfalls sicher. Microsoft stellt für XP Nutzer ein Tool zur Verfügung, dass eine Prüfung Ihres PC vornimmt und die Vista-Tauglichkeit überprüft:
g free lesen. Schon beim Umstieg auf XP gab es Schwierigkeiten für eine Reihe von Programmen free (Die Datei liegt im Excel-Format vor, wer kein Excel hat muss den Viewer von Microsoft installieren). Wahrscheinlich ist erfahrungsgemäß ohnehin zu empfehlen, erst noch etwas abzuwarten, bis Vista (das galt ja für die Vorgänger genauso) aus den "Kinderschuhen" heraus ist. Vergessen Sie auch nicht den hohen Speicherbedarf, den Vista erwartet 1 GByte RAM. Darunter wird das System zur lahmen Ente, Freude kommt damit nicht auf.

Zitat Bill Gates 1981: "640 kByte Arbeitsspeicher ist alles, was irgendeine Applikation jemals benötigen sollte"!

Für die Zwischenzeit war für Anfang 2004 eine quasi - ähnlich wie bei 98 vor Einführung von ME - "Second Edition" geplant (Decknahme: Yukon), daraus ist, wie wir wissen, ein Servicepack 2 für XP geworden.

Wie oft wird heute welches Betriebssystem benutzt? Eine statistische Zusammenfassung klärt auf, mit Abstand am meisten benutzt wird erwartungsgemäß XP: w .

Wer gerne einmal Linux probieren will:

Knoppix     Knoppix

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet eine kostenlose CD; Formular für die Anforderung: pdf (nicht auf der Downloadversion).

Sie finden die Registriernummer für Ihr Windows-Betriebssystem nicht mehr? Verlegt?
Wer noch Windows 95 nutzt, hat es leicht. Nehmen Sie einfach z.B. diese: 16595-OEM-0001706-32334.
OEM (Original Equipment Manufacturer = Originalgerätehersteller) bedeutet, dass die CD mit dem Kauf eines PC zusammen erworben wurde und der Gerätehersteller auch die Regressansprüche einschließlich der Windows-Installations-CD übernimmt. Die ersten 5 Ziffern des Codes bezeichnen diesen Hersteller, die 7 Ziffern nach OEM ist die eigentlich nur wichtige Nummer, die Quersumme (im Beispiel 0+0+0+1+7+0+6 = 14) muss durch 7 teilbar sein, jede beliebige Ziffernfolge, die diese Bedingung erfüllt, wird akzeptiert. Die letzten 5 Ziffern sind unwichtig, hier können auch 5 Nullen oder Einser stehen.  Ähnliches gilt auch für andere OEM-Produkte.
Bei Windows 98, Me und 2000 wird es schwieriger, da brauchen Sie den Original-Code, bei XP müssen Sie den Code sogar bereits von Microsoft direkt anfordern. Aber auch hier kursieren bereits auf den einschlägigen Internet-Seiten (Warez) die ersten Code-freien Versionen.
Man darf gespannt sein, was sich Microsoft für Vista einfallen läßt.

Wer die Adresse von Microsoft braucht:
"Microsoft Corporation, One Microsoft Way, Redmond, Washington 98052-6399, USA"
oder die Vertretung für Deutschland:
Microsoft Deutschland GmbH, Konrad-Zuse-Straße 1, 85716 Unterschleißheim
Tel 01805 / 67 22 55* - Fax 01805 / 25 11 91* - E-Mail - Support
*0,12 Euro pro Minute aus dem Festnetz der DTAG

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