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Partitionierung und Neuinstallation von Windows Die Partitionierung der Festplatte (engl. Hard Drive Disk [HDD]) ist der erste und mit wichtigste Teil des Tunings Ihres PC. Sie schlagen 3 Fliegen mit einer Klappe: 1. Die Zugriffe werden spürbar beschleunigt. Aus dem gleichen Grund wird jedes Buch in Kapitel unterteilt. Je kleiner die Partitionen, desto schneller der Zugriff. Optimal sind Größen von etwa 2 bis 5 GByte. 2. Eine Neuinstallation des Betriebssystems wird erleichtert. Sollte eine Neuinstallation des Betriebssystems (Windows/Anderes) erforderlich werden, müssen nicht alle Daten gespeichert werden. Es muss nur eine Partition (C:\) gelöscht werden, Neuformatierung ist nicht notwendig. Gründe dafür könnten sein: - Windows läuft nicht mehr korrekt (Fehlinstallation von Treibern - Grafiktreiber - als Beispiel). Reparaturversuche (erneutes Überinstallieren von Windows in der Hoffnung es repariert sich selbst) sollten Sie erst gar nicht versuchen: Nur eine exakte Neuinstallation bringt ein stabiles System. - Wechsel des Betriebssystems, Umstieg von 9x auf Me oder
auf XP
.
Ein Update kommt
nicht in
Frage, NUR Neuinstallation. Wer dennoch updaten will, hier einige Tips ,
auch für die
Installation auf 486er
Rechnern.3. Die Festplatte wird vergrößert. Sie vergrößern mit einer Partitionierung Ihre Festplatte beträchtlich, besser Sie verringern den Slack. Sie haben z.B. eine Festplatte im Giga-Bereich. Microsoft verwendet für Windows (seit Version 95 B, OSR 2) die Dateibelegungstabelle (File Allocation Table) FAT 32 (davor FAT 16 und viel früher FAT 12). Windows NT (natürlich auch 2000 und XP) benutzt alternativ auch noch eine andere Tabelle: NTFS (NT File System). Die kleinste mögliche Clustergröße ist mit 512 Byte festgelegt; in NTFS wird ein Cluster immer mit 4 kByte definiert, dies ist auch eine optimale Größe. Anders bei FAT 32: Hier ist die Clustergröße von der Größe der Festplatte abhängig. Zunächst beginnt auch FAT 32 mit Clustern von 4 kByte, ab einer Partitionsgröße von 8 GByte wird die Größe eines Clusters dann aber auf 8 kByte verdoppelt, ab 16 GByte auf 16 kByte und über 32 GByte auf 32 kByte vergrößert. In der Konsequenz wird also eine Datei, die nur wenige Byte groß ist (Temporäre Internetdateien, Cookies) bei einer 32-Gigabyte Platte immer in einem 32 kByte-Cluster abgelegt - das ist Platzverschwendung hoch 3, Slack. Während bei einer Partitionsgröße unterhalb von 8 GByte dieser Slack etwa um 1 % beträgt, steigt er bei Partitionen oberhalb 32 GByte auf fast 10 % an. ---------------------------------------------------------------------- Sie
können dies mit Fat
Rite
prüfen und die gegenwärtige
Clusterbelegung sowie das mögliche Einsparpotential bei
anderer
Partitionierung anzeigen lassen: ---------------------------------------------------------------------- Eine Clustergröße von 4 kByte ist - wie zu sehen - also ein guter Kompromiss. Wählen Sie deshalb zweckmäßiger Weise Partitionen bis max 7,99 GByte (bei einer 20 GByte Platte also mindestens 3 Partitionen), bleiben Sie - wegen der Zugriffszeit - sogar besser unter 5 GByte. Wir empfehlen auch für NT-Systeme eine FAT 32-Partitionierung, die Sie vor der NT-Installation mit einer DOS-Bootdiskette (in XP mit dem Installationsmenü) erstellen können .
Denn NTFS kann langsam
werden.
Die
Abwärtskompatibilität zu früheren Windows
Dateisystemen
bringt nämlich auch Nachteile mit sich. So kostet das Lesen
und
Schreiben der alten 8.3 Dateinamen etwas Geschwindigkeit. Wer in NTFS
partitioniert und keine 8.3 Dateinamen mehr benötigt (DOS,
Win 3.11),
sollte dies
bei XP
in der Registry
deaktivieren. Achtung: Mit dem DOS-Befehl Fdisk
für die Partitionierung gehen natürlich alle Daten
verloren, deshalb alle wichtigen Daten vorher sichern (s.
Vorbereitung ). Sie
können aber
auch mit speziellen Programmen
eine
belegte Festplatte partitionieren - dies bleibt aber ein riskantes
Vorgehen und die
Datensicherung bleibt Ihnen
deshalb auch hier nicht erspart. XP
ist auf einem Rechner, der
mit DOS formatiert wurde nicht installierbar. Vorher mit Fdisk alle
Partitionen löschen.Überlegen Sie sich vorher gut, was Sie brauchen, es ist immer schwer zu ändern. Bedenken Sie auch, dass auf jeder Partition etwa 20 % frei bleiben sollten, sonst haben Sie Performance-Verluste, unterschreiten Sie 10 % auf keinen Fall, irgendwann geht dann nichts mehr. Da eine Festplatte außen am schnellsten ist (die Dreh-Geschwindigkeit nimmt zum Zentrum einer Scheibe stetig ab), und die Partitionierung ( Buchstaben C, D...Y, Z) immer von außen nach innen erfolgt, sollten auf den Partitionen mit den ersten Buchstaben die wichtigsten Programme liegen. Sinnvoll ist :Erstellen Sie also bevor Sie mit der Partitionierung beginnen, in Ruhe eine Liste. Die Partitionierung selbst ist sehr einfach; starten Sie den Rechner mit der Bootdisk (9x/Me: Option
CD-Unterstützung, die Windows-CD sollte eingelegt sein; NT:
)
und geben Sie am DOS-Prompt
A:\
Fdisk
ein, folgen Sie der Menüführung.
Sie können
hier auch jederzeit wieder ändern. Achtung: NT kann zwar eine FAT 32-Partition, die größer als 32 GByte ist benutzen, nicht aber formatieren, dies muss also mit einer DOS-Bootdiskette erfolgen. Auch unter NT kann eine solche hergestellt werden .
Wenn der
Format-Befehl fehlt: Entpacken Sie diese Datei
auf Ihre Systemdiskette (es ist noch genügend Platz
vorhanden),
geben Sie also bei eingelegter Diskette als
Zielverzeichnis A:\
ein. Damit
können Sie dann nach Herzenslust Partitionieren und
Formatieren.Die Formatierung erfolgt normaler Weise erst im Rahmen der Neuinstallation von Windows, die Sie in üblicher Weise ins vorgegebene Verzeichnis C:\WINDOWS bzw. C:\WINNT vornehmen sollten. Sie können aber auch selbst formatieren, in NT muss in einigen Fällen vorher formatiert werden. Kopieren Sie noch das Installations-Verzeichnis auf eine Partition
-------------------------------------------------------------- Bei
98
z.B.
WIN98
(ohne Unterverzeichnisse) der Windows-CD
z.B. nach E:\WIN98
. -------------------------------------------------------------- Windows benötigt diese Installations-Dateien (cab's) für jeder Hardware (Treiber)-Installation, für Nachinstallationen von Windows-Komponenten, für Korrekturen und Veränderungen der Windows-Einstellungen, häufig bei der Installation anderer Programme usw. Sie ersparen sich die lästige Einlage der Installations-CD im weiteren Betrieb. Machen Sie diese Änderung in der Registry bekannt, für 9x/Me: und
für NT:
.Wenn Sie das Installationsverzeichnis vor der Windows-Installation kopieren (DOS-Commander), geht die Installation von der Festplatte natürlich schneller. Partitionieren Sie jetzt, lehnen Sie sich an unser Beispiel an . Konfigurieren Sie danach die Hardware (Treiber) und das Betriebssystem. Top Next |