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Easy Computer Management
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Prefetcher: Vorladen der wichtigsten Daten beim Booten Dieser "vorzeitige Herbeiholer" wurde mit XP eingeführt. Der Systemstart eines Computers ist relativ kompliziert. Dabei werden mehrere Stadien durchlaufen: Im ersten Stadium werden essentielle Systemdateien geladen, die grundlegende Funktionen des Rechners aktivieren und ihn überhaupt erst arbeitsfähig machen. Hierzu zählen Treiber, die wichtige Geräte der Hardware initialisieren wie z.B. Grafikkarte und auch Soundkarte und das Dateisystem aktivieren. Im späteren Verlauf werden die Benutzeroberfläche, der Desktop, sowie verschiedene Dienste in den Speicher geladen. In diesen Startprozess greift der Prefetcher maßgeblich ein. Er ist die Komponente, die Ihre Gewohnheiten protokolliert und dann analysiert: Welche Anwendung starten Sie häufig, welche dagegen eher selten oder nie? Der Prefetcher verschiebt dann die Dateien, die zum Start Ihrer häufig ausgeführten Programmen benötigt werden, bereits beim Systemstart in den Arbeitsspeicher. Dieser arbeitet deutlich schneller als die Festplatte. In 2000, der direkte XP-Vorgänger, fehlt diese Funktion noch. Deshalb können in den ersten Stadien des Startprozesses (Initialisierung der Geräte) nur ca. 120 Eingabe/Ausgabe Prozesse pro Sekunde gleichzeitig ausgeführt werden - solche Prozesse bestehen z.B. aus dem Laden, dem Ausführen und dem Weitergeben von Daten. Es ist 2000 nicht möglich weitere Prozesse auszuführen, dem Prefetcher in XP aber sehr wohl. Daher der deutlich längere Startvorgang bei 2000, der gelegentlichen an Kaffeepausen erinnert. XP geht einen neuen Weg: Bei der Initialisieren von Geräten laden diese Prefetch-Dateien und führen zu ca. 200 (und mehr) Prozessen in der Sekunde. Die Steuerung des Prefetchers erfolgt über die Registry .
Der Wert “EnablePrefetcher”
steuert mit 3 verschiedenen Parametern das Verhalten des Prefetchers:
Eine "1"
aktiviert das Vorladen von Anwendungsdaten aus dem "Gedächnis" des
Prefetchers, während eine "2"
lediglich Systemdateien, Dienste etc. zum schnelleren Starten
vorlädt. Beide Optionen können Sie verbinden, indem
Sie eine "3"
eintragen [sollte auch standardmäßig vorgegeben sein, kontrollieren Sie das
aber ]. Die Server-Varianten von XP/2003 werden lediglich mit einer "2" gestartet, da
Administratoren keine regulären Anwendungen starten und mehr
Wert auf einen schnelleren Startvorgang legen. Ein "0"
deaktiviert den Prefetcher, was nicht zu empfehlen wäre, ausser man will sich
davon überzeugen, dass seine Aktivierung den Startvorgang
tatsächlich beschleunigt.Das "Gedächnis" des Prefetchers befindet sich im Ordner “C:\WINDOWS\Prefetch\”. Sollten sich Ihre PC-Gewohnheiten häufiger ändern, so empfiehlt es sich diesen Ordner in gewissen Zeitabständen zu leeren, also alle Dateien einfach löschen. Interessant ist jetzt aber, den Prefetcher ganz gezielt dazu einzusetzen, eine bestimmte, von Ihnen und nicht dem Prefetcher prädestinierte Applikation vorzuladen? Und das geht ganz einfach: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung der Anwendung, die Sie schneller laden lassen möchten (wir nehmen als Beispiel den Norton Commander): Wählen Sie aus dem sich öffnenden PopUp "Eigenschaften" und ergänzen Sie auf der folgenden Maske den Eintrag des Programmaufrufes unter "Ziel" um die Parameter /prefetch:1: ![]() Bestätigen Sie mit "Übernehmen" und "OK". Ab sofort wird der Prefetcher unabhängig von der Einstellung in der Registry und
den Programmen in seinem Gedächnis
zum Vorladen des "Norton Commander" angehalten. Leider funktioniert es
nicht mit allen Anwendungen. Sollten Sie also eine Fehlermeldung erhalten,
sollten Sie diesen Parameter einfach wieder entfernen. Beachten Sie aber, dass bei deaktiviertem Prefetcher (siehe oben EnablePrefetcher) dieser Schalter "/prefetch:1" natürlich auch unwirksam bleiben muss. Top Next |